Häufige Fehler beim Blumenpressen

Ratgeber · Blumen & Pflanzen pressen

Häufige Fehler beim Blumenpressenund wie du sie vermeidest

Die sechs typischen Anfängerfehler – und die einfachen Handgriffe, mit denen deine Blüten Farbe und Form behalten.

Zu den Blumenpressen

Blumen pressen hält schöne Momente der Natur für immer fest – für Erinnerungen, Deko oder kleine Bastelprojekte. Damit es gelingt, lohnt es sich, ein paar typische Fehler zu kennen. Die häufigsten drehen sich um Feuchtigkeit, die Wahl der Blüten und Geduld.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trocken sammeln – an einem sonnigen Tag, nach dem Tau
  • Flache, zarte Blüten wählen – keine dickfleischigen
  • Saugfähiges, unbedrucktes Papier verwenden
  • Genug Abstand lassen – nicht zu viele auf einmal
  • Mindestens zwei Wochen Geduld – nicht zu früh öffnen
  • Beschriften – Name, Datum, Fundort direkt aufs Papier

Tipp: Tippe auf einen Fehler, um die Lösung zu lesen.

1. Zu feuchte Blumen pressen

Das Problem: Feuchtigkeit führt zu Schimmel in der Presse – der häufigste Grund, warum es misslingt.

So vermeidest du es: Pflücke Blumen an einem sonnigen, trockenen Tag, nachdem der Tau verdunstet ist, und verarbeite sie innerhalb einer halben Stunde. Sammle nie direkt nach Regen.

2. Ungeeignete Blumenarten wählen

Das Problem: Dickfleischige Blüten wie Rosen oder Tulpen trocknen schlecht und verlieren ihre Form.

So vermeidest du es: Bevorzuge flache, zarte Blüten wie Veilchen, Margeriten oder Kornblumen. Bei größeren Blüten kannst du einzelne Blütenblätter pressen.

3. Falsches Pressmaterial verwenden

Das Problem: Bedrucktes oder strukturiertes Papier hinterlässt Abdrücke und nimmt Feuchtigkeit schlecht auf.

So vermeidest du es: Verwende saugfähiges, unbedrucktes Papier. Vermeide geprägtes Papier oder Zeitungspapier mit Druckerschwärze.

4. Zu viele Blumen auf einmal pressen

Das Problem: Die Blüten trocknen ungleichmäßig und verkleben miteinander.

So vermeidest du es: Lass ausreichend Abstand zwischen den Blüten. Bei größeren Mengen arbeitest du besser in mehreren Durchgängen.

5. Die Presse zu früh öffnen

Das Problem: Unvollständig getrocknete Blüten werden beim Herausnehmen beschädigt.

So vermeidest du es: Lass deine Blumen mindestens zwei Wochen in der Presse. Prüfe den Trocknungsgrad vorsichtig – die Blätter sollten trocken und papierartig wirken.

6. Keine Aufzeichnungen machen

Das Problem: Später weißt du nicht mehr, um welche Blume es sich handelt oder woher sie stammt.

So vermeidest du es: Schreib direkt auf das Presspapier den Namen der Blume, das Datum und den Fundort. Gerade für ein Herbarium ist das Gold wert.

Hilfreich beim Bestimmen
  • Buch: „Was blüht denn da?“ von Dietmar Aichele, Marianne Golte-Bechtle und Roland Spohn
  • Kostenlose App: PlantNet – Pflanzen per Foto erkennen

Häufige Fragen

Warum werden meine gepressten Blumen braun?

Meist durch zu viel Restfeuchtigkeit oder eine zu lange Trockenzeit bei dicken Blüten. Sammle trocken, verwende saugfähiges Papier und tausche es bei feuchten Pflanzen zwischendurch. Flache, zarte Blüten behalten ihre Farbe am besten.

Wie vermeide ich Schimmel in der Blumenpresse?

Nur trockenes Material pressen, saugfähiges unbedrucktes Papier verwenden und es bei dicken oder saftigen Pflanzen zwischendurch wechseln. Ein Einweg-Küchentuch als Zwischenlage nimmt zusätzliche Feuchtigkeit auf.

Wie lange dauert das Pressen mindestens?

Mindestens zwei Wochen. Öffnest du früher, sind die Blüten oft noch nicht durchgetrocknet und werden beim Herausnehmen beschädigt.

Kann ich dicke Blüten wie Rosen pressen?

Nur eingeschränkt – sie trocknen schlecht und verlieren die Form. Besser presst du einzelne Rosenblätter oder wählst von vornherein flache, zarte Blüten.

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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026